Geboren in Dijon, Jehan Tabourot wird Priester und dann Domherr der Kathedrale Langres im Jahre 1547. Im Geiste der Renaissance, veröffentlicht er verschiedene Werke unter dem Namen Thoinot Arbeau. Das für die Historiker wertvollste Buch ist « l’Orchésographie » . In Form eines Dialoges erklärt es, wie jeder Mensch einfach das Tanzen lernen und praktizieren kann. In diesem Buch beschreibt er den Kriegstanz, Taktschläge, Klänge der Soldaten auf dem Weg in den Kampf und die typischen Tänze dieser Epoche. Man findet hier insbesondere die gefeierte Pavane : « Belle qui tiens ma vie » . Joseph Boillot Gravierer (1545 – 1605)
Architekt und Ingenieur, Joseph Boillot wird als der Meister der Reparationen der Stadt Langres genannt, Kontrolleur der Salzkammern und des Schießpulvers. Als talentierter Gravierer von Holz und Kupfer trug er wesentlich zu den Entwicklungen der Kunst und besonders der philosophischen Ideen durch die Darstellung von Menschen und Tieren bei. Seine Arbeiten intellektueller Art bieten « neue Portraits und Bedingungen zum Nutzen der Architektur », « künstliche Modelle des Feuers und eine große Anzahl an Kriegswerkzeugen und Wege sie zu führen », was verschiedene Felder der Forschung zusammenführt: Druckerei, Gravuren, Geschichte, Architektur, Symbolismus,… Les Tassel Drei Generationen der Maler
Inmitten der Maler Langres im 17 Jahrhundert nehmen die Tassels den ersten Platz ein. Ihr Atelier war aktiv mehr als ein Jahrhundert (1550 bis 1670), belebt durch drei Generationen von Künstlern: Pierre, sein Sohn Richard und sein Enkel Jean. Den Großteil ihrer Werke besitzen religiöse Gebäude der Region. Einige ihrer Kreationen, insbesondere « Le Repos de la Sainte-Famille », « Le Martyre de Sainte Martine » und « Mucius Scaevola davant Porcena » werden im Museum « Musée d’Art et d’histoire de Langres » aufbewahrt. Claude Gillot Gravierer (1673 – 1722)
Gebürtig aus Langres, Claude Gillot besitzt einen guten Ruf als Gravierer, Maler und Stuckateur, Illustrator von « Lully », « Boileau » und « de la Motte ». Nach seinem Studium in Paris nimmt er Platz mitten unter den Großen und wurde später der Lehrer des Illustrators Antoine Watteau. Seine Werke präsentieren bekannte Szenen der Allegorie und Mythologie. 1715 wurde er in die royale Akademie der Gemälde und Skulpturen aufgenommen.
Denis Diderot Philosoph der Aufklärung (1713 – 1784)
Denis Diderot ist eine emblatische Figur der Epoche der Aufklärung. Geboren in Langres am 5 Oktober 1713, geht der junge Diderot im Alter von 15 Jahren nach Paris. Er wird zum fruchtbaren Autor als den man ihn kennt: Philosoph, Satiriker, Romancier, Dramatiker, Kunstkritiker und Hauptinitiator der Enzyklopädie und Wörterbuch der Wissenschaft von Kunst und Handel. Diese Veröffentlichung mit 35 Bänden ist die größte der damaligen Zeit. Seit 1884, zur Feier seines 100 jährigen Todestages, schmückt eine bronzene Skulptur das Herz des Platzes der Stadt, in der er geboren wurde, die Arbeit von Bartholdi. Einige Objekte des Philosophen befinden sich im Museum « Musée d’Art et Histoire de Langres » : sein Spazierstock, Schreibzeug,…André Theuriet Schriftsteller (1833 – 1907)
Finanzbeamter und Schriftsteller, geboren in Marly le Roi, bekommt 1856 eine administrative Stelle in Auberive. In diesem ruhigen und grünen Tal findet er Inspiration, die viele literarische Werke zur Folge hat. Er beschreibt mit großer Zärtlichkeit die Wälder, Felder und Einwohner, die ihn umgeben. Sein zunehmender Erfolg bringt ihn nach Somme und schließlich nach Paris. Er bekommt die bedeutenden Preise « Chevalier de la Légion d’Honneur » 1879 und « Vittet de l’Académie Française » im Jahre 1880.
Marcel Arland Meister der Literatur (1899 – 1986)
Geboren in Varennes-sur-Amance am 5 Juli 1899, wird Marcel Arland zum Romancier, Literaturkritiker und Literarhistoriker. 1923 schreibt er sein erstes Buch « Terres étrangères » und wurde dann Hauptherausgeber der « Nouvelle Revue Française » ab 1968. Sein Schaffen brachte zudem weitere Werke hervor : Âmes en peine (1927), L’Ordre (Prix Goncourt 1929), Terre natale (1938)… Schliesslich wendet er sich der Literaturkritik zu und verfasst namentlich eine « Anthologie de la poésie française » und eine große Anzahl an Essays. Nachdem er « Commandeur de la Légion d’Honneur et des Arts et Lettres », einen großen Französischen Preis der Akademie française 1952 und den « grand prix national des Lettres » bekommen hatte, wurde er 1968 in die Akademie française gewählt.Bernard Dimey Bekannter Poet (1931 – 1981)
Bernard Dimey, ein sehr bekannter und populärer Poet, geboren in Nogent-en-Bassigny am 16 Juli 1931. Nach einem Debüt im Radio schreibt er für die Zeitung « Esprit » und interessiert sich für Malerei unter dem Pseudonym Zelter. Mit 25 Jahren lässt er sich auf la Butte Montmartre in Paris nieder und die bistros und die Bevölkerung inspirieren ihn für seine ersten Gedichte. Die großen Namen unterbrechen seine Lieder : Zizi Jeanmaire (Mon truc en plume), Henri Salvador (Syracuse), Les Frères Jacques (Fredo, Le quartier des Halles), Serge Reggiani (Si tu me payes un verre)… Wir verdanken ihm ebenfalls viele Szenen und Dialoge für das Kino : « Détournement de mineures » (1959) de Waltern Kapps, « Le magot de Josepha » (1964) de Claude Autant-Lara.Jules Ziegler Maler – Keramiker (1804 – 1856)
Jules-Claude Ziegler wurde in Langres geboren, wo er seine erste künstlerische Ausbildung bekommt. Als Student in Paris tritt er dem Atelier Ingres bei, der später sein Lehrer wird. Nach einer Reise nach Italien zeigt er seine wahren Talente und bekommt sehr gute Kritiken für seine Arbeit « Giotto dans l’atelier de Cimabue », präsentiert im « Salon du Louvre » 1833. Thiers vertraut ihm die Aufgabe an, die Kuppel der Madleine Kirche in Paris zu dekorieren und gestalten. Viel später konzentriert sich Ziegler auf Studien der Keramik und Photographie, aber schickte weiterhin seine Arbeiten ins Atelier, „Daniel dans la fosse auw lions“ 1838. Am Ende seines Lebens ist er Direktor der Schule „L‘Ecole des Beaux-Arts“ in Dijon und Erhalter des Museums dieser Stadt. Auguste Laurent Chemiker (1807 – 1853)
Auguste Laurent wurde in La Folie geboren und war Teil der Gemeinschaft „Saint-Maurice“. Er war Ingenieur der „l’Ecole des Mines“ und widmete sein Leben der Wissenschaft. Trotz der Vorurteile seiner Mitmenschen haben seine Ideen einen entscheidenden Moment in der Geschichte der Chemie erzielt. Seine chemischen Methoden wurden durch die „L’Academie des Sciences“.
Camille Flammarion Astronom (1842 – 1925)
Camille wurde in Montigny-le-Roi geboren und war bereits als Kind intellektuell weiter, als die Anderen. Er mochte es sich zu isolieren, um die Grenzenlosigkeit zu betrachten. 1852 fängt er seine Studien in der Kathedrale Langres an. Schliesslich geht er nach Paris um dort wieder mit seiner Familie zusammenzutreffen. Dort trifft er M. Le Verrier, Direktor des Observatoriums. Fasziniert und begeistert von der Astrologie, verfasst er eine grosse Anzahl an Werken und nimmt an Konferenzen teil, bis er schliesslich 1867 President der „Société aérostatique de France“ wird. 1880 erscheint sein bekanntes Buch „Astronomie Populaire“, welches „für die, die wissen möchten, was um ihnen herum geschieht“ verfasst war. Das Werk bekommt den Preis „Le Prix Monthyon de l‘Academie de Sciences“ und wurde herausgegeben durch seinen Bruder Ernest, der der Gründer des „Maison d‘Edition Flammarion“ war. Ihm gelang es die Astronomie für Jedermann zugänglich zu machen und gründete schliesslich „La Société astronomoque de France“ und ein Observatorium in Juvisy-sur-Orge. Georges Darboy Erzbischof von Paris (1813 – 1871)
Geboren in Fayl-Billot, besucht er das kleine und dann das grosse Seminar Langres. 1837 wird er zum Priester ernannt, geht dann nach Saint-Dizier, lehrt in Langres und steigt schliesslich in Paris auf. 1852 wird er zum Hauptvikar der Diözese ernannt. Nach seiner Zeit als Bischof von Nancy, wird er zum Erzbischof von Paris im Jahre 1863. Als Mitglied « du Conseil Supérieur de l’Instruction publique » und Kaplan « de l’Empereur », wirkt er beim ersten vatikanischen Konzil 1869 mit. Während der revolutionären Bewegung 1871 der « Commune » wird er von den « Communuards » verhaftet und am 24 Mai 1871 erschossen.
Louise Michel Anarchistische Revolutionärin (1830 – 1905)
In Vroncourt-la-Côte geboren, beginnt sie ihre Karriere als Lehrerin in der Haute-Marne. Mit ihrer tief verwurzelten politischen Überzeugung reist sie nach Paris und integriert sich in die revolutionären Kreise und unterstützt die sozial Benachteiligten. Als fanatische Militantin versucht sie Thier und Napoleon zu ermorden. Sie wurde zu einer lebenslangen Abschiebung verurteilt und verbrachte 2 Jahre im Frauengefängnis in Auberive bis sie zu einer Strafanstalt auf den Nouvelle-Calédonien verschifft wurde. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich 1880 widmet sich die « Vierge rouge » ihrem aktivistischem Leben und gab ihr Eigentum den Armen. Nach einem missglückten Mordanschlag auf sie, versucht Louise ihren Angreifer freisprechen zu lassen und geht nach London um 1895 schliesslich wieder nach Frankreich zu kommen. Ihre Arbeiten sind sehr unterschiedlich : Essays, Gedichte, Memoires… Auf diese Art und Weise hatte sie einen Kontakt zu Viktor Hugo über mehr als 20 Jahre. Jeanne Mance Mitbegründerin von Montréal (1606 – 1673)
Eine Frau mit einem starken Charakter, Jeanne Mance ist eine aussergewöhnliche Person des 17ten Jahrhunderts. Geboren am 12 November in Langres, widmet sie sich voll ihrer Familie und ihrer Landsmannschaft um dem 30jährigen Krieg, der Pest und der Armut die Stirn zu bieten. Sie hat Kontakt zu den Jesuiten der Stadt, geht 1640 allerdings, da sie zu Hause gebraucht wird. Sie geht an Bord der « la Rochelle » mit einigen anderen Kamerade und gehen an Land der Insel Saint-Laurent. Ville-Marie, erster Name der Stadt , die später zu Montréal wurde, wird gegründet. Als Krankenschwester, Verwalterin und rechte Hand von Paul Chomedey de Maisonneuve, entfaltet sie ihr ganzs Talent im Dienste der Franzosen und Amerikaner. Durch die Gründung des « Hotel-Dieu » und ihre drei Reisen nach Frankreich trägt sie aktiv zu dem Erfolg des « folle entreprise » bei. Mit ihrem Geist « libre » bleibt sie ein Beispiel für den Kreis der Feministinnen in Nordamerika.